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Rezension zu "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson


Der in diesem Jahr herausgekommene Roman beschreibt eine Zeitspanne im Leben von drei Menschen. Meike ist Übersetzerin in Hamburg und für den berühmten Autor und Pulitzerpreis-träger Henry LaMarck tätig. Sie verdient endlich gut, ist aber das arrivierte Leben ihrer Mitdreißiger-Freunde leid, die Kinder bekommen, sich Weinklimaschränke kaufen und Pfeffermühlen mit Peugeotmahlwerk schenken. Sie verlässt Hamburg und ihren Freund in einer Nacht-und-Nebel-Aktion und kauft sich ein Haus auf dem Land.



Cover zu „Das war ich nicht“ von Kristof Magnusson
Um dies weiter finanzieren zu können, müsste LaMarck endlich seinen lang erwarteten Jahrhundertroman abliefern, was er aber nicht macht. Daraufhin macht sich Meike auf die Suche nach ihm in Chicago. LaMarck hat keinen Roman geschrieben, sondern eine Schreibblockade. Er haut von der Geburtstagsparty ab, die der Verlag ausrichtet und taucht unter. Und verliebt sich, in ein Zeitungsfoto von einem jungen Banker. Jasper Lüdemann hat es geschafft – der Deutsche aus Bochum ist bei einer großen Privatbank in Chicago angestellt und endlich vom Back Office in den Händlersaal versetzt worden – nun kann seine Karriere starten. Diese drei Menschen begegnen sich zufällig in Chicago und ab dann entwickelt der Roman einen Sog. Wie von einem Strudel herumgewirbelt, verfolgt der Leser das Geschehen und man ist fasziniert, wie schnell ein Leben und eine Bank ruiniert werden können. Eine Geschichte, spannend und auch komisch erzählt, die in unsere Zeit der Finanzkrisen passt.

Martina Hamacher (3 / 2010)

Sie finden dieses Buch im Belletristik-Regal unter Zba Magn.