"De Jadepänz" im Jugendhilfeausschuss
Konkrete Beteiligung wird groß geschrieben
(10.02.2010 dmg) „De Jadepänz“, Kinder der Offene Ganztagsgrundschule Gartenstraße, waren im Rahmen der Kinder- und Jugendfragstunde zu Gast im Jugendhilfeausschuss der Stadt Hennef, berichteten über ihre Sorgen und stellten den Ausschussmitgliedern und den Mitarbeitern des Jugendamtes ihre Fragen zu Themen wie Schule, Sport, Freizeit und Straßenverkehr. Fast zwei Stunden dauerte die gemeinsame Sitzung. Alle Themen, Fragen und Anregungen werden nun auch noch einmal im Jugendamt besprochen, nach Möglichkeit umgesetzt oder innerhalb der Stadtverwaltung den entsprechenden Ämtern übermittelt.
Außerdem werden die „Jadepänz“ am 22. Februar Bürgermeister Klaus Pipke besuchen und ihre Anregungen noch einmal vorbringen.
Die Fragestunden für Jugendliche und Kinder im Jugendhilfeausschuss findet in der Regel zwei Mal jährlich statt. Sie sind ein Baustein in der kinder- und familienfreundlichen Politik Hennefs und seit der Gründung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie 1999 Tradition. Schon im Vorläufer des Jugendhilfeausschusses, dem Jugendausschuss, wurde die Kinder und Jugendfragestunde – nach einem einstimmigen Beschluss aller Mitglieder – erstmals durchgeführt. Am 1. Juni 1999 legten die Ausschussmitglieder auf Anregung von Jugendlichen wieder einstimmig die Grundlage zum Bau der Skaterbahn, die dann mit den Jugendlichen geplant wurde. 2006 wurde sie – erneut gemeinsam mit Jugendlichen – erweitert.
Die „Jadepänz“ waren bislang die jüngsten Teilnehmer der Kinder- und Jugendfragestunde. In der Sitzung ging es ihnen vor allem um Themen der Verkehrssicherheit und generell der Sicherheit. Zunächst jedoch hoben die Kinder Dinge hervor, die ihnen gefallen. So lobten sie die Ausstattung der Schule mit Spiel-, Bastel- und Lernmaterial, die vielen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und „die netten Lehrer". Gefallen finden sie auch am Spielplatz in der Schuberstraße, den schönen Wegen an der Sieg und den Hennefer Eisdielen, benannten dann aber auch Probleme. Konkret nannten die Kinder die Bahnunterführung an der Theodor-Heuss-Alle: die sei zu dunkel. Ganz allgemein schilderten sie ihre Ängste vor zu schnell fahrenden Autos an Zebrastreifen und die Unsicherheit, ob die Autofahrer wirklich anhalten, und Ängste vor zu schnellen Fahrradfahrern auf kombinierten Rad- und Fußwegen. Sie schilderten aber auch Ängste vor Gedränge und älteren Schülern im Schulbus, forderten mehr Spiel- und Sportgeräte auf Schulhöfen und einen Basketballplatz in Stoßdorf und wünschten sich einen Schulbauernhof oder Garten an ihrer Grundschule. Zur Vorbereitung der Sitzung hatten die Kinder zusammen mit Dieter Trimborn und Anna Neukirchen vom Amt für Kinder, Jugend und Familie ihren Stadtteil erkundet.
Die Fragestunden für Jugendliche und Kinder im Jugendhilfeausschuss findet in der Regel zwei Mal jährlich statt. Sie sind ein Baustein in der kinder- und familienfreundlichen Politik Hennefs und seit der Gründung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie 1999 Tradition. Schon im Vorläufer des Jugendhilfeausschusses, dem Jugendausschuss, wurde die Kinder und Jugendfragestunde – nach einem einstimmigen Beschluss aller Mitglieder – erstmals durchgeführt. Am 1. Juni 1999 legten die Ausschussmitglieder auf Anregung von Jugendlichen wieder einstimmig die Grundlage zum Bau der Skaterbahn, die dann mit den Jugendlichen geplant wurde. 2006 wurde sie – erneut gemeinsam mit Jugendlichen – erweitert.
Die „Jadepänz“ waren bislang die jüngsten Teilnehmer der Kinder- und Jugendfragestunde. In der Sitzung ging es ihnen vor allem um Themen der Verkehrssicherheit und generell der Sicherheit. Zunächst jedoch hoben die Kinder Dinge hervor, die ihnen gefallen. So lobten sie die Ausstattung der Schule mit Spiel-, Bastel- und Lernmaterial, die vielen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und „die netten Lehrer". Gefallen finden sie auch am Spielplatz in der Schuberstraße, den schönen Wegen an der Sieg und den Hennefer Eisdielen, benannten dann aber auch Probleme. Konkret nannten die Kinder die Bahnunterführung an der Theodor-Heuss-Alle: die sei zu dunkel. Ganz allgemein schilderten sie ihre Ängste vor zu schnell fahrenden Autos an Zebrastreifen und die Unsicherheit, ob die Autofahrer wirklich anhalten, und Ängste vor zu schnellen Fahrradfahrern auf kombinierten Rad- und Fußwegen. Sie schilderten aber auch Ängste vor Gedränge und älteren Schülern im Schulbus, forderten mehr Spiel- und Sportgeräte auf Schulhöfen und einen Basketballplatz in Stoßdorf und wünschten sich einen Schulbauernhof oder Garten an ihrer Grundschule. Zur Vorbereitung der Sitzung hatten die Kinder zusammen mit Dieter Trimborn und Anna Neukirchen vom Amt für Kinder, Jugend und Familie ihren Stadtteil erkundet.
Beteiligung bei allen wichtigen Projekten
Der Grundsatzbeschluss des Rates zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadtentwicklung (2004) und die – regional einmalige – Einführung einer Kinder- und Familienverträglichkeitsprüfung in Bauleitplanverfahren (2006) sind zwei Hennefer Meilensteine in einer kinderfreundlichen Stadtentwicklung. In der Lebenswirklichkeit spiegelt sich das nicht nur in der Kinder- und Jugendfragstunde, sondern auch in Dutzenden weiterer Aktionen wieder, bei denen Kinder- und Jugendliche ganz konkret ihr Umfeld mit gestalten. Sei es bei der Planung von Spielflächen, in Workshops, in Projekten, dem Klimabündnis für Kinder.
So plant und baut das Amt für Kinder, Jugend und Familie seit dem Jahr 2000 Spielplätze grundsätzlich nur mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, zuletzt die Spielplätze An der Stompeich (Hohlweg, 2005), am Blocksberg (2009), in der Wolkensteinstraße und im Holunderweg (2009) und in Oberauel (2009). Der erste so errichtete Spielplatz war der am Zissendorfer Garten (2000). In Planung ist in dieser Form als nächstes der Spielplatz an der Astrid-Lindgren-Straße gegenüber der Siegtal-Grundschule. Auch der Hennefer Jugendpark ist im Rahmen mehrerer Beteiligungsaktionen von 2005 bis 2006 bis in die Einzelheiten von Jugendlichen geplant worden.
Logisch, dass Kinder auch Einfluss darauf nehmen, welche Tipps im Kinderstadtplan zu finden sind – der Kinderstadtplan entstand auch als Ergebnis von Gesprächen, gemeinsamen Streifzügen und Geheimtipps von Kinder und Jugendlichen – und welche Geschäfte und Institutionen „Partner für Kinder“ werden könnten. Bei dieser Aktion der Stadt und des Kinderhilfswerkes haben Stadteilforscherteams der Grundschule Gartenstraße, der Hortgruppe des Mutter-und-Kind-Hauses, des Kinder- und Jugendhauses und der Grundschule Hanftalstraße ab Spätsommer 2009 die Stadt unter die Lupe genommen. Geschäfte und Institutionen, die als „Partner für Kinder“ ausgewählt wurden und mitmachen, erhalten eine Plakette und verpflichten sich, künftig insbesondere Kindern, die Hilfe benötigen oder gar in Not sind, zur Seite zu stehen – sei es, wenn sie eine Toilette benötigen oder zuhause anrufen müssen.
Partizipation in der KITA: Beteiligung von Klein auf
Beim Projekt „Partner für Kinder“ ist Hennef Modellstadt. Das heißt: Hennef ist die erste deutsche Stadt, in der dieses Projekt in die Tat umgesetzt wird. Ein weiteres Modell – zumindest in NRW – ist auch das Projekt „Kinder gestalten aktiv ihre Lebensumwelt“. Nur sieben der 9.700 KITAs in NRW nehmen daran teil, eine davon ist die KITA „Fledermäuse“ in Hennef-Damboich. In dem auf eineinhalb Jahre angelegten Projekt werden die Kinder über Gruppenkonferenzen und Kinderversammlungen und weitere Mitsprache- und Mitentscheidungsmöglichkeiten an den Alltagsentscheidungen der Kindertageseinrichtungen aktiv teilhaben und so in einem spielerischen Prozess erlernen, was Anerkennung, Zugehörigkeit und das Recht auf Selbstbestimmung und Beteiligung bedeutet.
Kinder- und Jugendfragestunde im Jugendhilfeausschuss
In ähnlicher Form erleben Kinder- und Jugendliche auch die Sitzung des Jugendhilfeausschusses, bei der sie sich mit ihren Fragen und Anregungen beteiligen können. Zu Gast waren dort bereits Schülervertretungen der weiterführenden Schulen, die Jugendabteilung der Hennefer Malteser, Jugendliche des „Tesa 30“, Mitglieder der „Jugendfeuerwehr“, die Jugendabteilung des SC Uckerath und junge Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde. In der jüngsten Sitzung am 9. Februar 2010 war eine Gruppe der Offenen Ganztagsgrundschule Gartenstraße zu Gast. Deren Anwesenheit erschöpft sich nicht darin, den „Großen“ Stichworte zu geben oder höfliche Fragen zu stellen. Sie können Ideen und Vorschläge aus Ihrem konkreten Alltag und ihre Sorgen und Nöte, die sie in Hennef haben, mit den Ausschussmitgliedern diskutieren. Darüber hinaus werden alle Fragen und Anregungen der Kinder- und Jugendlichen in der Stadtverwaltung bearbeitet. Die Kinder erhalten einige Zeit nach der Sitzung durch Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie ausführliche Antworten auf ihre Fragen und wie das von Ihnen angesprochene Problem erledigt oder die Sorge gelöst werden kann.










